Stille Nacht, einsame Nacht, wenn ein Pandemie - Jahr sich dem Ende neigt…

Wir alle blicken auf ein Jahr zurück, welches es uns nicht leicht gemacht und uns vor große Herausforderungen gestellt hat. Das Corona Virus hatte uns fest im Griff, Hoffnungen wurden geweckt, und ebenso schnell wieder zerschlagen. Und so haben wir alle das zurückliegende Jahr 2020 nur mit großer Kraftanstrengung überstanden, es mit Verzicht und Menschenverstand gemeistert und versucht uns gegenseitig Mut zuzusprechen und Zuversicht zu vermitteln. Das Tragen von Masken, Abstand zu anderen Personen, bis zum teilweise Erliegen aller sozialen Kontakte und Veranstaltungen, Rücksicht, sowie das Bangen um die Lieben und Angehörigen, prägten das Jahr ebenso wie Hilfsbergreitschaft. Diese galt im Besonderen Personen, die sich freiwillig oder behördlich angeordnet in Quarantäne begaben, und daraufhin mit wichtigen Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs versorgt werden mussten. Zu ihrem eigenen Schutz betraf das speziell die Senioren unserer Bevölkerung.

Ein kurzer Rückblick

Nahezu alle Bereiche des Lebens waren in diesem spektakulären Jahr von gravierenden Einschnitten betroffen und geprägt. Insbesondere die Wirtschaft unseres Landes litt unter der Pandemie. Während ganze Produktionsbereiche zeitweilig stillgelegt worden sind begaben sich eine Vielzahl von Beschäftigten aus dem Service und Büro ins Home – Office. Frauen und Männer, Mütter und Väter waren gezwungen ihren Beruf fortan, und auf eine unbestimmte Zeit, in den eigenen heimischen vier Wänden auszuüben. Nebenher fungierten die Eltern auch noch als Kindergartenpersonal und Lehrer, weil all diese Bildungseinrichtungen schließen mussten, um die Infektionswelle zu unterbinden. Die große Herausforderung dieser Tage war die Betreuung und Beschulung der Kinder während des ganzen Home – Office – Tages. Kritischer wurde diese Situation immer dann, wenn noch eine angeordnete Quarantäne der Familie wegen einer Erkrankung in den eigenen Reihen oder im engeren Umfeld hinzukam.

Darüber bildeten sich zunehmend Stresssymptomatiken und (Ver-)spannungen aus. Auch die Ehe oder Beziehung wurde auf eine harte Probe gestellt, weil die Partner fortan stets und ständig in ihrer Wohnung zusammen, und die Kinder immer mittendrin, waren. Eine Situation, wie man sie nur vom Wochenende oder aus den Ferien kannte. Die Großeltern waren angehalten hierbei keine Unterstützung zu leisten und die Kinder zu betreuen oder zu sich zu nehmen, weil sie als Risikogruppe Gefahr liefen einen schweren Verlauf der Erkrankung durchstehen zu müssen, als es bei Jüngeren der Fall gewesen wäre. 

Beim regelmäßigen Einkaufen für die täglichen Menüs für die Familie mit der unbequemen Schutzmaske fanden sich leere Regale, und es fehlte insbesondere an banalen Dingen, wie etwa Toilettenpapier, welche viele Menschen auf Vorrat kaufen, um ihrem Leben mehr Normalität und Beständigkeit zu verleihen. Auch an Zusätzen zum täglichen Essen und Zubereitung von Menüs fehlte es, weil Verbraucher das Backen für sich neu entdeckten. So wurden Mehl und Hefe knapp und online zu hurenden Preisen gehandelt, weil diese in den Supermärkten und Discountern letztlich nicht mehr zur Verfügung standen.

Ärzte und Pflegekräfte kämpften in den Kliniken und Krankenhäusern um das Leben der Covid – Erkrankten mit einem kritischen Verlauf. Hierfür ernteten sie an jedem Tag um die gleiche Zeit Applaus aus der Bevölkerung. Diese Situation sollte sich weiter zuspitzen, und längst waren nicht mehr nur Vertreter der älteren Bevölkerungsschicht von schweren Verläufen betroffen. Auch junge Menschen, die keine Vorerkrankungen hatten, rangen auf den Intensivstationen nach Luft und mit dem Leben. Auch die ambulanten Pflegekräfte versorgten ihre Patienten und Kunden mit großer Kraftanstrengung unter den neu herrschenden Corona – Hygienemaßnahmen, bestehend aus einem Abstand, wo immer er möglich ist, das Tragen von einem Mundschutz, sowie das häufige Desinfizieren der Hände, zumindest vor jedem Hausbesuch, regulär weiter. Für viele Patienten war der Besuch der Häuslichen Pflege in jener Zeit der einzige menschliche Kontakt des Tages, und der Gesprächsbedarf deshalb um so höher.

Pflegedienst Küchler Weihnachten

Wo einerseits Überbelastung und Stress herrschte, weil alle Familienmitglieder immer während gemeinsam in der Wohnung arbeiteten und die Kinder ihrem Distanzunterricht nachgingen, machte sich an anderer Stelle  allmählich die Einsamkeit breit. Die ältere Generation sollte so gut wie möglich vor einer Infektion geschützt werden, weshalb es galt keinen direkten Kontakt zu ihnen zu pflegen. Viele von ihnen haben in dieser Zeit häufiger zum Telefon gegriffen oder sich mit den neuen, ihnen bis dahin unbekannten, Techniken zur Kommunikation auseinandergesetzt. Wieder anderen blieb nur der Blick aus dem Fenster oder der Fernseher, der ein wenig Abwechslung bot und sie auf den neuesten Stand brachte. 

Pflegedienst Küchler Weihnachtsfest

Experten warnten zudem, dass die Einsamkeit eine nachhaltige Wirkung auf die menschliche Psyche hat. Deshalb waren Berater, wie etwa bei der Telefonseelsorge, Tag und Nacht im unermüdlichen Einsatz, um einer schlimmen Ausprägung der Einsamkeit, mit einer verbundenen Hoffnungslosigkeit, vorzubeugen. Besonders betroffen waren die Bewohner der hiesigen Pflegeheime, die nicht einmal mehr Besuch von ihren Verwandten bekommen konnten. Abhilfe schufen hier einige findige Pflegekräfte und Heimleiter, die eine Art Besucherbox kreierten, welche eine kurzweilige Zusammenkunft und den Blick durch die Scheibe doch ermöglichte.

Als Segen in dieser kritischen Phase des Jahres 2020 wurden die Corona-Warn-App und der Test auf Corona gewertet. Beides sollte eine Ausbreitung der Infektion vermeiden und es möglich machen, dass sich Familienmitglieder wieder punktuell treffen konnten. Diese Methoden unterlagen entweder Fehlern, die das eigentliche Ziel weitestgehend verfehlten, oder aber waren mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Und so blieb uns weiterhin wieder nur die Vorsicht und das Abstandhalten.

Die derzeitige Situation zum Fest und kurz vor dem Jahreswechsel - wage Hoffnung und ein Ausblick

In diesem Jahr bedanken wir uns ganz besonders bei allen Pflegekräften, die mit viel Mut und Durchhaltevermögen die Versorgung unserer Patienten ermöglicht und aufrechterhalten haben. Wir bedanken uns insbesondere bei Ihnen, liebe Patientinnen und Patienten, liebe Kunden, die Sie uns immer Ihre Treue schenken und uns mit Dankbarkeit und Herzlichkeit begegnen. Wir, der Pflegedienst Küchler, Gabriella und Anja Küchler, wünschen Ihnen besinnliche Stunden in kleiner Runde und einen zuversichtlichen Start in das Jahr 2021. Wir sind auch an und zwischen den Feiertagen für Sie da und sehen dem kommenden Jahr mit Hoffnung und Optimismus entgegen.

Pflegedienst Küchler Einsamkeit bekämpfen

Nun, am Ende dieses turbulenten Jahres, befinden wir uns in der dritten großen Infektionswelle und in einem erneuten Lockdown über die Weihnachtsfeiertage und Silvester, bis hinein in das neue Jahr. Das bedeutet, dass wir nur mit einer reduzierten Personenzahl, aber dennoch mit Personen eines anderen Haushaltes, feiern und den Weihnachtsabend verbringen dürfen. Eine vorherige freiwillige Quarantäne und ein kurzfristiger Schnelltest machen die Zusammenkunft zum Fest sicherer. Dennoch können in diesem Jahr nicht alle Familien gemeinsam das Weihnachtsfest begehen. Dies alles ist aufgrund der anhaltend steigenden Zahlen der Betroffen, und gar der an oder mit Corona Verstorbenen nötig geworden, um das überlastete Gesundheitssystem zu unterstützen und die Infektionen zu reduzieren, bestenfalls zu stoppen. 

Ganz nach den Worten des Textes eines alten und bekannten Weihnachtsliedes: „Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud`…“ wird auch die ältere Generation sich der Technik zuwenden, um den Kontakt zu ihren Liebsten, den Kindern und Enkeln, zu halten. Gemütliche Momente vor dem Computer sind in diesem Jahr zwar exotisch, dennoch wichtig, dass wir im neuen Jahr 2021 wieder mehr zusammen sein können, auch wenn die verlorene Zeit nicht nachzuholen ist. Auch die neu entwickelte Impfung, die es bereits nach Weihnachten gibt, macht Hoffnung.

Sie erreichen uns Montag-Freitag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr unter der Telefonnummer: 02054 / 860 37 09 oder per Fax: 02054 /  986 49 89

Text:

Juliane Jacke-Gerlitz/examn. Krankenschwester

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